Wenn ich mir aktuelle Messeentwicklungen anschaue – und das mit meiner Erfahrung aus über 10 Jahren Eventproduktion kombiniere – wird eines sehr klar:
Wir sprechen oft über das falsche Problem.
Die AUMA Studie zeigt:
--> 44,1 % der Unternehmen sehen Besuchergewinnung und -aktivierung als größte Herausforderung
--> im Handel sogar 56,5 %
Das klingt erstmal nach einem Traffic-Problem.
Ist es aber nicht.
Das eigentliche Problem: Aufmerksamkeit pro Aussteller sinkt
Was ich auf Messen immer wieder beobachte:
- Mehr Aussteller
- mehr Bühnen
- mehr Content
Aber:
--> nicht mehr Aufmerksamkeit
Im Gegenteil.
Wenn früher 100 Aussteller da waren und heute 300, dann passiert rein rechnerisch:
--> Die Aufmerksamkeit pro Stand sinkt um bis zu 70 %
Mehr Besucher helfen hier nur bedingt.
Der Wettbewerb bleibt – oder wird sogar härter.
Warum klassische Ansätze nicht mehr greifen
Viele versuchen, das Problem so zu lösen:
- größerer Stand
- bessere Lage
- mehr Giveaways
- mehr Branding
Das funktioniert – aber nur begrenzt.
Denn parallel hat sich etwas Grundlegendes verändert:
--> Die eigentliche Aufmerksamkeit hat die Messe längst verlassen
Die zweite Bühne: Social Media
Ein Beispiel, das ich in fast jedem Projekt sehe:
Ein Event mit 1.000 Teilnehmern
→ erzeugt hunderte Social Posts
Rechnen wir konservativ:
- 300 Posts
- × 500 Kontakte
--> = 150.000 Kontakte
Und das ist eher die Unterkante.
Diese Reichweite:
- gehört nicht dem Veranstalter
- gehört nicht dem Aussteller
- und wird meistens nicht gesteuert
Der Denkfehler
Wir versuchen:
--> mehr Menschen auf die Messe zu bringen
statt zu fragen:
--> Wie wird ein einzelner Aussteller sichtbar – über die Messe hinaus?
Der entscheidende Shift
Die Lösung liegt nicht darin, den Wettbewerb zu reduzieren.
Sondern darin, das Spielfeld zu vergrößern.
--> von physischer Fläche
--> hin zu digitaler Reichweite
Was das konkret bedeutet
Statt nur zu denken:
„Wie bekomme ich Besucher an meinen Stand?“
muss die Frage heute sein:
--> Wie wird mein Stand Teil von hunderten relevanten Posts?
Denn dort entsteht:
- Reichweite
- Wahrnehmung
- Markenwirkung
Und genau hier setzt LIVEDAB an
Nicht als Tool für „mehr Besucher“.
Sondern als:
--> Visibility-Layer für Aussteller, Speaker und Teilnehmer
Konkret:
- Teilnehmer werden zu Content Creatorn
- Posts entstehen automatisch im CI
- Marken (z. B. Aussteller) werden integriert
- Reichweite wird gebündelt statt verstreut
--> Aus einzelnen Touchpoints wird ein skalierbarer Kanal
Was sich dadurch verändert
Der Wettbewerb bleibt.
Aber:
- ❌ nicht mehr nur auf der Fläche
- ❌ nicht mehr nur zwischen Nachbarständen
Sondern:
--> im digitalen Raum – mit deutlich größerem Potenzial
Und dort gilt:
--> Nicht der größte Stand gewinnt – sondern der, der aktiviert.
Fazit
Die Herausforderung ist nicht:
--> zu wenige Besucher
Sondern:
--> zu wenig skalierbare Aufmerksamkeit pro Aussteller
Oder anders gesagt:
Die Messefläche ist begrenzt.
Die Reichweite dahinter nicht.