Was ist ein Filter?

Virtuelles Makeup, ein Portrait mit Hundeohren oder ein Sticker mit politischem Statement im Profilbild – Filter gehören für den Großteil junger Internetnutzer zu ihrem medialen Alltag. Sie ergänzen Bilder und Videos um zusätzliche Ebenen und eröffnen Usern neue kreative Möglichkeiten eigenen Content zu gestalten und sich selbst anders darzustellen. Dieser Artikel erklärt, was Filter genau sind und welche Arten es gibt.

Junge Menschen fühlen sich in den sozialen Medien zu Hause. Sie verbringen jeden Tag viel Zeit damit ihre Online-Profile und deren Reichweite zu pflegen. Die Plattformen erfinden immer neue Features und Spielereien, die ihre Nutzer zum Verweilen und Posten einladen.

Eine der erfolgreichsten Entwicklungen der letzten Jahre ist die Einführung von Stories. Kurze zeitbegrenzte Fotos oder Clips, die automatisch abgespielt werden und als Statusmeldungen dienen. Auf Facebook, Instagram und WhatsApp entstehen nach Angaben von Facebook täglich eine Milliarde dieser Statusmeldungen. Ein besonders beliebtes Element innerhalb von Stories sind Filter. Sie ergänzen die Aufnahmen um weitere Ebenen oder verändern das Aussehen der abgebildeten Personen.

Statisch oder interaktiv – Filter bieten Usern einen Mehrwert

Grundsätzlich lassen sich Filter in statische und interaktive Filter einordnen. Statische Filter verändern die Farbtöne eines Bildes oder ergänzen es durch Elemente wie Markenlogos, Hashtags oder Sticker. Das funktioniert durch Bildüberlagerungen, also zusätzliche Ebenen, die über ein Bild gelegt und dann gemeinsam damit gespeichert werden.

Ein bekanntes Beispiel sind Profilbildrahmen auf Facebook. Nutzer fügen ihrem Profilbild das Filterdesign ihres Fußballvereins hinzu oder teilen durch einen Rahmen ihre Zugehörigkeit zu einer politischen Bewegung oder einem gesellschaftlichen Thema mit (z.B. Pray for Paris).

Interaktive Filter erweitern Videos durch Augmented Reality Elemente. Besonders bekannte Beispiele liefert Snapchat. Die Plattform gab lange Zeit bei der Entwicklung interaktiver Filter, die hier Lenses heißen, den Ton an. Zu den bekanntesten interaktiven Filtern auf Snapchat zählen die Face-Lenses, die Usern plötzlich Hundeohren und -nasen wachsen lassen oder die Gesichter von zwei Menschen während der Aufnahme austauschen.

Neben diesen bekannten Beispielen für Face-Filter gibt es inzwischen auch eine stetig wachsende Zahl interaktiver Filter, mit denen User auch Elemente in ihrer Umgebung verändern können. Zum Beispiel lassen sich kleine tanzende Comic-Figuren ins Bild setzen oder virtuelle Blumen auf einer Wiese pflanzen.

Filter funktionieren also entweder als zusätzliches statisches Element im Bild oder interagieren mit der Aufnahme. Zusätzlich gibt es Filter, die auf die Informationen wie die aktuelle Uhrzeit oder Temperatur zugreifen und Nutzern ermöglichen, diese in ihrem Post zu integrieren.

Geofilter funktionieren nur an bestimmten Orten. Apps wie Instagram oder Snapchat nutzen den Standort des Nutzers, um ihm passende Bildergänzungen vorzuschlagen. Sie bestehen beispielsweise aus Schriftzügen mit dem Ortsnamen oder Grafiken von bekannten Sehenswürdigkeiten.

Inzwischen können Nutzer auf sozialen Netzwerken oder bei unabhängigen Anbietern wie LIVEDAB eigene Filter erstellen und auch Unternehmen und Organisationen haben das Potenzial der kreativen Spielerei für sich entdeckt. Filter, die extra für eine Kampagne entwickelt werden, sind jedoch meist nur begrenzt einsetzbar, denn die sozialen Netzwerke haben ihre technischen Hürden.

Plattformunabhängige Filter

Viele Filter, wie die bekannten Hundeohren auf Snapchat sind plattformgebunden, also nur in einem bestimmten Netzwerk verfügbar. Gleiches gilt für Filter, die beispielsweise extra für eine Facebook-Kampagne entwickelt wurden. User müssen sich eine App herunterladen und registrieren, um die Funktionen nutzen zu können.

LIVEDAB bietet eine alternative Lösung für Unternehmen, Marken sowie Künstler an. Das Hamburger Start-Up erstellt Filter-Kampagnen für Marken, Veranstaltungen oder NGOs und stellt diese plattformunabhängig zur Verfügung. Nutzer gelangen über einen Link oder einen QR-Code direkt zu den Filtern, auf der sie eigene Bilder mit den Unternehmens-Filtern versehen. Die Bilder können sie anschließend auf ihrem Smartphone speichern oder direkt auf allen Social-Media-Plattformen und in allen Messengern, die sie nutzen, teilen. Der Vorteil: Die LIVEDAB Filter Kampagnen funktionieren im Smartphone-Webbrowser des Nutzers, wodurch der Einstieg sehr einfach ist und keine separate App zuvor heruntergeladen werden muss.